Einsendeaufgabe zu Studienheft XML 1

- Konzepte und Beispiele -

Frage 1

Erläutern Sie den Unterschied zwischen einer formatierungsorientierten Markup-Sprache und einer regelgebundenen Markup-Sprache. Stellen Sie jeweils ein kleines Dokumentbeispiel dar.

Die formatierungsorientierte Markup-Sprache beschreibt, wie etwas aussehen soll (fett, kursiv, groß, klein).

z.B.:
<h1>Dies ist Hauptüberschrift des Artikels</h1>
<b>Dieser Text wird fett dargestellt</b>
<i>Dieser Test wird kursiv dargestellt</i>

Die regelgebundene Markup-Sprache beschreibt den logischen Aufbau (z.B. Buch, Titel, Autor, Verlag).

z.B.:
<Buch>
<Titel>Der Titel eines Buchs</Titel>
    <Autor>Der Schreiberling des Buchs</Autor>
    <Verlag>Der Verlag wo das Buch erschienen ist</Verlag>
</Buch>

Frage 2

Geben Sie zu den nachstehenden XML-Dokument „Sachbuchsammlung“ an, wo ein Attribut und wo ein Kommentar vorkommt, wo eine Entinity verwendet wird und wie das Wurzelelement heißt.

<?xml version="1.0" ?>
<!-- Eine kleine Tag-Sammlung zu XML -->
<!DOCTYPE SYSTEM [
      <!ENTITY rights "Alle Rechte vorbehalten.">
]>
<Sachbuchsammlung>
    <Buch>
          <Titel>XML Das bhv-Taschenbuch</Titel>
    <Autor>Thomas Koch</Autor>
    <Verlag Jahr="1999">BHV-Verlag</Verlag>
            <Thema>XML-Einfuehrung, &rights;</Thema>
    </Buch>
    <Buch>
    </Buch>
</Sachbuchsammlung>
Attribut: Jahr="1999"
Verwendung einer Entity: <!ENTITY rights "Alle Rechte vorbehalten.">
Kommntar: <!-- Eine kleine Tag-Sammlung zu XML -->
Wurzelelement: <Sachbuchsammlung>
Frage 3

Ergänzen Sie das nachfolgende XML-Dokument „Auftrag“ so, dass es wohl-geformt ist.

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?>
 <Auftrag>
     <Auftragskopf>
         <Name>
             <Nachname>Jedermann</Nachname>
             <Vorname>Hugo</Vorname>
         </Name>
         <E-Mail>jedermann@hugo.t-online.de</E-Mail>
         <Datum>2.02.2002</Datum>
  </Auftragskopf>
  <Positionen>
         <Bestellposition>
             <Bezeichnung>Lernheft XML 1</Bezeichnung>
             <Artikelnummer>4711</Artikelnummer>
             <Artikelanzahl>5</Artikelanzahl>
         </Bestellposition>
         <Bestellposition>
             <Bezeichnung>Lernheft XML 2</Bezeichnung>
             <Artikelnummer>4712</Artikelnummer>
             <Artikelanzahl>13</Artikelanzahl>
         </Bestellposition>
  </Positionen>
</Auftrag>

Die Lösung kann HIER angesehen werden.

Frage 4

Hier sehen Sie eine DTD sowie Fragmente eines XML-Dokuments. Ergänzen Sie das XML-Dokument, sodass es im Sinne der DTD ein gültiges Dokument ist

Datei E-Mail.dtd:

<!ELEMENT E-Mail (Empfaenger, Absender, Betreff, Nachricht) >
<!ELEMENT Empfaenger (#PCDATA) >
<!ELEMENT Absender (#PCDATA) >
<!ELEMENT Betreff (#PCDATA) >
<!ELEMENT Nachricht (#PCDATA) >

Datei E-Mail.xml:

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?>
<E-Mail>
    <Empfaenger>Webmaster</Empfaenger>
    <Absender>Jedermann</Absender>
    <Betreff>Status: XML-Buch</Betreff>
    <Nachricht>Hallo, der XML-Kurs macht Spaß</Nachricht>
</E-Mail>
Frage 5

Erläutern Sie
a) die Vorteile von XML gegenüber HTML

  • XML ist beliebig durch eigene Elemente (Tags) erweiterbar
  • Die Elemente geben strukturierte Informationen zum Inhalt eines Tags
  • Dadurch ist es sehr gut zum Datenaustausch geeignet
  • strikte Trennung von Daten und Darstellungsanweisungen

b) die Vorteile von HTML gegenüber XML

  • HTML hat feste Definitionen und ist dadurch leicht erlernbar
  • HTML-Dokumente werden im jedem Browser dargestellt
  • HTML bietet die Möglichkeit innerhalb eines Dokuments auf ein anderes zu verlinken
Frage 6

Ein Zeitungsverlag hat verschiedenartige Anforderungen an Datenhaltung und Präsentation. Überprüfen Sie, ob folgende Anforderungen durch Einsatz von XML abgedeckt werden können. Wenn ja, geben Sie eine kurze Begründung dafür.
- Speicherung von Metadaten zu den Artikeln und Nachrichten

Ja. - Durch die Vergabe entsprechender Tags können alle möglichen Daten gespeichert werden.

– Archivierung und Präsentation der Artikel in verschiedenen Medien (CD-ROM, Datenbank, Ausdruck etc.)

Ja. - Durch die Trennung von Inhalt und Präsentation können die XML-Dokumente für die verschiedensten Medien durch Zuweisung passender Stylesheets (XSL) aufbereitet und wiedergegeben werden.

– Speicherung von Daten in einem neutralen Format, am besten in reinem Textformat

Ja. - XML-Dateien sind Textdateien die einer vorgegebenen Struktur folgen. Durch eine DTD-Datei wird die Struktur vorgegeben.

– Präsentation der Artikel im Internet

Ja. - Die Artikel können in Kombination mit HTML oder PHP im Internet dargestellt werden.

Frage 7

Im traditionellen EDI haben Transaktionssätze die Dateninhalte, Felder und Bedeutung der Felder geregelt. Wie findet diese Vereinbarung bei XML/EDI statt? Nennen Sie Vorteile der XML-Lösung gegenüber traditionellem EDI.

  • einfachere Programmierung → dadurch geringere Implementierungskosten
  • keine zusätzliche Softwareanwendung (z.B. WinELKE) mehr nötig
  • keine Inanspruchnahme eines VAN (Value added Network) mehr nötig
  • Datenaustausch wird einfacher und flexibler (z.B. über den eigenen Web-Server)
  • die Daten können leichter editiert werden, da sie durch ihre Struktur leicht lesbar sind und mit einem beliebigen Texteditor geöffnet werden können 
  • die Daten können verschiedenen Usern durch erstellen verschiedener XSL-Dokumente in unterschiedlicher Form dargestellt werden
  • XML-Daten lassen sich durch die vorgegebene Struktur im DTD-Dokument leicht in verschiedene Datenbanksysteme auf den unterschiedlichsten Betriebssystemen einspielen.